Zeltlager 2014: In 14 Tagen durch ein Jahr

„Januar, Februar, März, April – die Jahresuhr steht niemals still…“

Unter dem Motto „In 14 Tagen durch ein Jahr“ veranstalteten wir in diesen Sommerferien unser Zeltlager auf dem Fürstenberg.
Und wer so schnell durch ein ganzes Jahr reist, der hat ganz schön was zu erzählen!

Mit dem Neujahrstag, an dem, wie wohl bekannt, das Jahr beginnt, startete auch unser diesjähriges Zeltlager auf dem Fürstenberg. Da wir nicht ganz so viel Zeit dort verbringen konnten, hieß es ausnahmsweise „in 14 Tagen durch ein Jahr“, was wir auf unserem Banner auch zunächst hoch über den Zeltplatz hängten. Glücklicherweise hatten viele der Teilnehmer nämlich noch nicht genug vom Bettenbau und so bauten und bauten und bauten sie, bis ein stabiler Aussichtsturm mit Mast für den Banner und verschiedene Sitzmöglichkeiten unseren Platz schmückten.

zela14_turm

Florian wacht auf dem selbstgebauten Turm über das Zeltlager-Gelände

Nach der ersten kalten Nacht weckten uns Könige, die singend durch die Zelte liefen: „Wir kommen daher aus dem Morgenland…“ und schon kurz darauf durften auch die Teilis sich mit Kronen auf den Weg machen, dem Stern zu folgen und auf Weihrauch -, Myrre – und Goldsuche im Wald gehen.
Es folgte die Faschingszeit mit lustigen Verkleidungen und verschiedenen Workshops, wie Loom Bänder, Papierflieger, Raketen und Kalender basteln, T-Shirts kreativ gestalten und Fallen bauen, um Überfäller auf frischer Tat erwischen zu können. Um letztere zu fangen, bevor sie bösen Unfug treiben oder gar unseren Banner klauen konnten, bewachten wir auch dieses Jahr in den Nächten unseren Zeltplatz und mussten des Öfteren verhindern, dass unsere Nachtruhe allzu sehr gestört wird.Aber zurück zum Faschingstag, während dem wir uns keine Gedanken über einen möglichen Überfall machten, sondern fröhlich waren und viel lachten, vor allem beim Witzeabend, wo jedoch gerade Ernsthaftigkeit den Gewinn erspielen konnte.

Danach kam schon der 1. April mit dem Crazy Day, an dem alle verrückt gespielt haben. Dieser Tag begann schon sehr früh, schließlich wollte ja niemand die exklusive Wake-Up-Kinovorstellung mit warmem Kaba und Croissants verpassen. Nachdem sich anschließend alle noch ein wenig ausgeruht hatten, gab es zum Vesper Stockbrot am Lagerfeuer und am Nachmittag Frühsport.

„Beide Arme nach oben, ganz weit nach oben“ und dann Leiter hoch, Leiter runter und weiterjoggen. So ging es um den Fürstenberg und einmal durch den Matsch. Richtig mutig machten auch noch alle gemeinsam bei der Ice Bucket Challenge mit, die im Rahmen einer offiziellen Spendekampagne für die Krankheit ALS stattfand. Als alle wieder warm angezogen und gestärkt waren, feierten wir einen lustigen Kindergeburtstag mit Topf schlagen und Zeitungstanz, denn irgendwer hat ja immer Geburtstag.
Und wer kommt noch im April vorbei? – Genau, Stups, der kleine Osterhase und der hatte uns auch kleine Nester im Wald versteckt. Außerdem feierten wir mit unserem Diakon Andreas Wellner einen österlichen Gottesdienst und testeten unser Wissen beim abendlichen Quizduell.

„Mai, Juni, Juli, August – weckt in uns allen die Lebenslust…“

Am Tag der Arbeit wurden die Teilnehmer in Gewerkschaften losgeschickt, um ihre Forderungen in der Umgebung zu verkünden und mit einem eigenen Song demonstrieren zu gehen. Diese Aufgabe meisterten alle recht gut, doch es konnte nur eine Gewerkschaft geben, die am meisten überzeugte und so gewann das Mädelszelt den Wettbewerb unter den Gewerkschaften. Daraufhin mussten wir feststellen, dass schon die Hälfte des Jahres an uns vorbeigerannt war und auch der nächste Tag verging mit Workshops und Juggern, was ohne Ermüden Tag für Tag auf dem Programm stand, wie im Flug. Den Abend genossen wir dafür gemütlich bei einem schönen Sonnwendfeuer mit Lagerfeuerliedern, gemeinsam mit unserem Besuch. Das Zweitagesspiel Team war nämlich eingetroffen und hatte die Teams, in denen wir in die Sommerferien aufbrechen würden, bereits verkündet.

zela14_lagerfeuer

Noch einmal gemütlich ums Lagerfeuer sitzen…

Soweit möglich ausgeschlafen und hochmotiviert, starteten wir in den neuen Tag und machten uns in den Teams auf den Weg. Zunächst zur Autovermietung und über weitere Stopps, an denen wir Spiele spielen, Aufgaben erledigen und Rätsel lösen mussten, schließlich in den Ort, in dem wir uns ein Schlafquartier suchen sollten. Das Auto hatte unterwegs leider in die Werkstatt gemusst, sodass wir den größten Teil zu Fuß hinter uns brachten und froh waren, dass wir, dank der netten Dorfbewohner, einen Schlafplatz für die kommende Nacht hatten. Nun hieß es ein Musical vorbereiten und gut einzustudieren, denn zum Abendessen trafen sich alle Teams um gemeinsam zu grillen und die Vorführungen über Indianer, Römer und Piraten zu bewundern. Außerdem wurden die Fotoalben, die wir auf unserer Reise erstellt hatten, angeschaut, bevor wir uns an unserem Schlafplatz zur Ruhe legten. Ob in einer Einliegerwohnung, einem Gemeindesaal oder einer Hütte, alle brachten die Nacht gut hinter sich und waren auch am nächsten Morgen wieder fit und motiviert, sich den Schatz zu holen. So ging es auf Schatzsuche durch die Gutachschlucht, die uns eine atemberaubende Location bot. Es galt weitere Aufgaben zu lösen, Koffer am Flughafen zu ersteigern, Drogen zu schmuggeln und die günstigste Kreuzfahrt rauszusuchen. All das gab jeweils minutenweise Vorsprung, der entscheidend sein konnte. Am Ende suchten jedoch alle Teams gleichzeitig, die einen konnten den Ort der Schatzsuche mehr einschränken, die anderen weniger. Letztendlich gewann das Team von Felix M. und Kerstin, die sich darüber sehr freuten. An dieser Stelle noch einmal glückwünsch und vielen Dank an das Vorbereitungsteam, das ein so tolles Zweitagesspiel auf die Beine gestellt hat. Am Nachmittag waren alle erschöpft, aber glücklich auf dem Zeltplatz zurück und wir entspannten uns bei Massagen, Peelings, Cocktails, Sauna und im warmen Pool.

Hier feiert das Gewinner-Team den Finder des Schatzes

Hier feiert das Gewinner-Team den Finder des Schatzes

 

„Oktober, November, Dezember – und dann… und dann… fängt das Ganze schon wieder von vorne an.“

Wie immer zu schnell, waren die Sommerferien vorbeigegangen, aber es folgen ja immer viele Feiertage. Bei uns musste jedoch am 3. Oktober gearbeitet werden, denn es galt das zerstörte Dorf wiederaufzubauen und so wuselten alle fleißig über den Fürstenberg. Ob beim Holz holen, Platz aufräumen und sauber machen, beim Geld ausschneiden oder Dekorieren, jeder fand eine Aufgabe und viele wurden schon bald kreativ und machten zum Beispiel eine Post auf, eine Zeitung oder versuchten ihr Glück als Gaukler. Andere legten ihr Geld lieber in Aktien an und die Polizei sorgte schließlich für Frieden auf dem Platz. So konnten wir alle unser Essen am Abend bezahlen, welches sogar an ersteigerten VIP – Plätzen eingenommen werden konnte. An Halloween machten wir das kleine Städtchen Hüfingen unsicher und schließlich auch das Schwimmbad, in dem wir beim Rutschen, im Außenbereich und bei Aquagymnastik viel Spaß hatten.

Schließlich neigte sich das Jahr wirklich dem Ende zu und es kam die wunderschöne Weihnachtszeit. Das Weihnachtsfest musste jedoch erst einmal gerettet werden, denn der Weihnachtsmann hatte allerhand Probleme und Sorgen, denn zum Beispiel hatte die Hexe Frau Holle die Kissen gestohlen, die diese, zum Schnee machen, brauchte. Glücklicherweise gelang uns das, sodass wir am Abend beim Lagerfeuer mit Schrottwichteln und Weihnachtsliedern die schöne Weihnachtsstimmung genießen konnten. Daraufhin brach der letzte Tag des Jahres an und damit auch die Vorbereitungen für unseren besonderen Silvesterabend. Ein herzliches Dankeschön an unseren Spitzenkoch Philipp, der uns an diesem Abend ein Drei – Gänge – Menü zauberte und auch im ganzen Jahr uns immer wieder lecker bekocht hatte. So wurde die Bad Taste Party schon bestens eingeleitet und mit kreativen Spielen, musikalischen Einlagen und der Jahresuhrenminiraketenverleihung ein voller Erfolg.

zela14_container

Container beladen oder Tetris für Profis

Mit dem Jahresende ging leider auch unser Zeltlager zu Ende und trotz regnerischem Wetter wurde am Neujahrstag noch fleißig abgebaut. Wir bedanken uns bei allen, die dazu beigetragen haben, dass wir auch in diesem Jahr eine so tolle Zeit auf dem Fürstenberg verbringen konnten! Auch ein herzliches Dankeschön an alle Teilis, ihr wart spitze und wir hoffen euch bei weiteren Aktionen und Freizeiten wiederzusehen.

Und zum Schluss sei noch gesagt:

„Wenn ihr Artikelwünsche habt, schreibt sie einfach…“

Alle Zeltlager-Bilder findet ihr hier: https://kjg-stammheim.com/bilder/momente/2014/zeltlager-2014

» Mehr Infos zum Zeltlager «

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.