Chronik

Die KJG Stammheim besitzt eine relativ lückenlose Chronik über die Geschichte katholischer Jugendarbeit in Stammheim.

Während die Kirchengemeinde selbst, mit dem Kirchenchor und dem Kirchenbauverein, schon lange Zeit vor dem Kirchenbau (1954-56) als Stammheimer Gemeinde präsent war, beginnt kath. Jugendarbeit vor Ort erst 1952. Zuvor hatten sich Jugendliche den Verbänden in der Muttergemeinde St.Antonius (Zuffenhausen) angeschlossen.

In der Chronik der Jugend, die 1956 begann, warf der damalige Seelsorger, Pfarrer Haug, einen Blick zurück und erwähnte, dass sich unter Mariane Dreher 1952/1953 Mädchen zusammenfanden und in Privatwohnungen Gruppenstunden abhielten. Nur wenige Jahre nach dem Beginn regelmäßiger Jugendarbeit tauchen in der Chronik die Begriffe KJG (damals Kath. Jungmännergemeinschaft), Frohschar, Jungschar oder KFG auf, ein Zeichen, dass sich die Pfarrjugend den Verbänden des BDKJ angeschlossen hatte.
Die folgenden Jahre bedeuteten ein ständiges Auf und Ab, wie es in der Jugendarbeit eigentlich ganz normal ist. Damals wie heute stand und fiel die Jugendarbeit mit der Verfügbarkeit von Gruppenleitern und Mitarbeitern. Ein ständiger Kampf zwischen Anspruch (oftmals auch von Seiten des Pfarrers und der Gemeinde) und Realität prägten diese Zeit.
Schon in ganz früher Zeit tauchten Aktionen wie das Sternsingen oder Altpapiersammlungen für die Jugendkasse auf, die sich damals noch freute, wenn mal 200 Mark da waren.
Selten gab es mehr als 6 Gruppen, die Chronik hatte stets mehr über die Aktivitäten der jungen Erwachsenen zu berichten und die Querelen die dort abliefen.
Mit der Übernahme der Pfarrei (1971) durch Pfarrer Gunzenhauser trat hier ein deutlicher Wechsel ein. Mit 34 Jahren, jung und dynamisch und wohl auch entscheidend geprägt durch die Aufbruchstimmung des 2. Vatikanischen Konzils, das gerade in seine Priesterausbildung fiel, sah er Jugendarbeit als eine seiner wichtigsten Aufgaben in der Gemeinde an, als Basis für einen dauerhaften Schwung.
So unterstützte er die Jugendarbeit auf allen Gebieten, insbesondere sorgte er sich darum, dass mit jedem Erstkommunion-Jahrgang neue Gruppen gegründet wurden und dass in der Jugendleiterrunde kontinuierliche Arbeit geleistet wurde. Die Sorge um diese Basis hat in Stammheim bis heute nichts an ihrer Bedeutung verloren.

Die Zeit nach 1971 wird jetzt etwas griffiger, da der Autor sie selbst aktiv in der KJG erlebt hat.

1971 wurde der Jugendchor gegründet, der bis heute besteht. 1974 bekam die Jugend neue Räume. Bisher standen nur drei Gruppenräume im Kirchturm zur Verfügung. Diese, bzw. der Turm der Kirche, wurden 15 Jahre zuvor trotz Verbots durch das bischöfliche Ordinariat gebaut, nur um Räume für die Jugend zu haben, ein Zeichen, dass schon die Gründergeneration der Kirchengemeinde der Jugendarbeit einen hohen Stellenwert zusprach. In der Zwischenzeit war die Situation jedoch unbefriedigend geworden. Bei den neuen Räumen wurde nicht gespart, man dachte an die Zukunft, was sich schon darin zeigt, dass jetzt nach 30 Jahren immer noch keine Grundrenovation notwendig ist.
Zwischenzeitlich ist der Mitgliederstand auf 265 Personen angewachsen. Es zeigte sich imer mehr, dass man auch in organisatorischer Hinsicht dem Wachsen der Jugend gerecht werden muß. So wurde auf einem Wochenende der Jugendleiterrunde in Wachendorf (19??), die noch heute gültige Struktur (Stufenteams) erarbeitet.
Von 1972 an nahmen die Freizeiten, insbesondere in den Sommerferien einen breiten Raum ein. Zu Beginn war dies eine Mädchenfreizeit(9-15) und das Zeltlager für das gleiche Alter und nur für Jungs. Erst 1980 wurde die heute noch gültige Grundstruktur, alle Freizeiten gemischt, Kinderfreizeit (ca. 8-11 J.), Zeltlager (12-15 J.) und Jugendfreizeit (ab 16 J.) eingeführt. Eine Sonderstelung nimmt die Skifreizeit ein, die seit 1971/1972 vom Konzept her nahezu unverändert ein Renner war und ist. Dazwischen gab und gibt es eine breite Palette unterschiedlicher Angebote die irgendwann aufgehört haben zu bestehen oder neuen Formen Platz gemacht haben: Pfingstwanderungen/-Zeltlager, Städte-Touren, Jugendausflügen, Stufenausflüge, Winterwochenenden, Chroausflüge, Kanuwochenenden, Jugendleiterwochenenden, Gruppenausflüge, …
Neben den Freizeiten bestimmen vor allem die großen regelmäßigen Aktionen den Ablauf im Jahr. Dazu gehören der Weihnachtsmarkt, Sternsingen, Christbaumaktion, Faschingsveranstaltungen, Rundzeltbewirtung, Elternnachmittage, … Diese Aktionen halten nicht nur Kontakt mit der kirchlichen wie kommunalen Gemeinde und prägen das Bild der KJG in der Öffentlichkeit, sondern sind auch eine wesentliche Einahme-Quelle für die Jugendkasse. Eine große, um nicht zu sagen riesige Anstrengung bedarf es, alle 2 Jahre die “Großen Feste – rund um den Kirchturm” auf die Beine zu stellen. Hier hat die KJG traditionell den Bereich “Budenstraße” beschickt, eine Sache die viel Kreativität verlangt, enorm viel Vorbereitungsarbeit erfordert, aber auch jede Menge Spaß macht.
Ein wohl immer schwieriges Thema in der kath. Jugendarbeit sind die Religiösen Elemente. Hier wurden im Laufe der Zeit zahlreiche Angebote gemacht, durchgeführt, aber auch wieder verworfen, meist wegen zu geringem Zuspruch. Da muss man an Relig.Wochenende, Meditationen, Glaubensgespräche, Jugendgottesdienste, u.ä. denken. Dennoch haben einige dieser Angebote schon Jahrzehnte überlebt und werden wahrgenommen, wenn auch von einem kleinen, ausgesuchten Kreis.
Einige dieser Dinge werden in der Zwischenzeit ökumenisch bestritten (Relig. Wochenende, Jugendkreuzweg, Jugos,..). Ein wesentliches Problem besteht hier darin, dass dabei es Leute bedarf die die Frage der Ökumene als wichtig ansehen um sie voranzutreiben. Auf Seiten der ev. Jugendarbeit betrifft dies insbesondere den ev. Diakon der hauptamtlich für Jugendarbeit abgestellt ist, auf Seiten der KJG die Pfarrleitung.
Etwa 1978/79 verloren die bisher existenten Programmheftchen, in denen die Halbjahresprogramme aller Gruppen abgedruckt waren an Bedeutung. Zugleich fand man niemanden mehr der bereit war die Chronik weiterzuführen. Es war schon länger der Gedanke im Gespräch ob man nicht eine richtige “KJG-Zeitung” herausgeben sollte, die vor allem wesentlich aktueller als das bisherige Programmheft sein könnte. Im Oktober 1980 erschien die erste Ausgabe des MÄH. Von den ursprünglich 5 Ausgaben wurde nach einiger Zeit auf 7 Ausgaben pro Jahr aufgestockt. Um die Jugendkasse nicht unnötig zu belasten wurde beschlossen das “MÄH” durch Werbung zu finanzieren, was bis heute auch gelungen ist. Durch das “MÄH” wurde die alte Chronik in einem noch viel größeren Umfang weitergeführt. In der Zwischenzeit hat das “MÄH” einen so großen Bekanntheitsgrad erreicht, in der KJG wie bei Eltern oder in der Gemeinde, dass es kaum noch wegzudenken ist.
Zwei weitere Baumaßnahmen hatten große Auswirkung auf die Jugendarbeit. Zum einen war dies die Reaktivierung der Turmräume. Über mehrere Jahre hinweg wurden die oberen Räume nicht mehr genutzt, oder gerade mal als Abstellkammer. Die erste Aktion war dann, dass das mittlere Turmzimmer (2.Stock) von Gruppen der Altersstufe Junge Erwachsene in Eigenleistung für deren Gruppenstunden ausgebaut wurde. In einem zweiten Schritt wurde der darüberliegende Raum als Werkstatt eingerichtet. Zugegebenermaßen es ist nicht ganz ideal wenn die “Werkstatt” im 3. Stock liegt und nur über eine schmale Treppe zu erreichen ist, aber man muß solche Überlegungen auch bezüglich der zu erwartenden Häufigkeit der Nutzung anstellen, und da steht die Werkstatt wohl etwas weiter hinten an. Nach einigen Jahren existierten die Gruppen nicht mehr, die sich das mittlere Turmzimmer ausgebaut hatten. Die Jugendleiterrunde beschloß den Raum für Sitzungen der Teams einzurichten und für die Technik und Redaktion des “MÄH”. Im letzten Ausbauschritt wollten einige einen toten Dachraum zwischen Turm und Kirche für ein Fotolabor nutzen. Ganz unerwartet engagierte sich die Gemeinde dabei und übernahm die Kosten um einen richtigen Durchgang herzustellen. So hatten wir dann auch ein komplett eingerichtetes Fotolabor.
Die 2. entscheidende Baumaßnahme war der Kauf des Härtsfeldhofs durch die Gemeinde. Insbesondere mit dem Hintergrund, dass es immer wieder große Schwierigkeiten bereitete Häuser für Wochenenden und Freizeiten zu finden, trieb vor allem Pfr. Gunzenhauser voran. Nach langer Suche wurde in Elchingen auf der Ostalb (in der Nähe von Aalen) ein ehemaliges Wirtshaus, die alte Krone, gefunden, das zum Kauf anstand. In nur einem halben Jahr wurde weitestgehend in Eigenarbeit das Haus zu einem idealen Freizeithaus umgebaut und konnte im Mai 1978 eingeweiht werden. Seither finden dort die Kinderfreizeiten und viele Wochenenden der KJG und von Gemeindegruppen statt.
Auch die Mitarbeit der KJG Stammheim auf KJG-Dekanats- und Diözesanebene war über all die Jahre gegeben. Zahlreiche KJGler haben sich in den verschiedensten Posten auf Dekanatsebene engagiert. In den letzten Jahren konnte man die KJG Stammheim als die entscheidende Stütze der Dekanatsleitung bezeichnen.

Die KJG Stammheim steht zahlenmäßig nach wie vor als größter Pfarreiverband in der Diözese da. Die Strukturen funktionieren weitestgehend und fast alle Funktionen sind besetzt. Momentan findet wieder ein Generationswechsel in den Leitungsebenen statt. Freizeiten finden statt wie eh und je und die großen Aktionen verlaufen mit zufriedenstellendem Erfolg.

Die ehemals selbstverständliche Einbindung der KJGler in Aktionen und Veranstaltungen der Gemeinde ist geringer geworden.
Religiöse Elemente werden zwar nicht grundsätzlich in Frage gestellt, doch vom Einzelnen klar und deutlich als für ihn nicht relevant bezeichnet.
Fun und Party stehen im Vordergrund.
Inhaltliche Auseinandersetzungen sind nicht gefragt.
Es wird zunehmend schwieriger Leute für verantwortliche Aufgaben langfristig zu binden (was aber noch nie leicht war!).
Im Jahr 2002 wird die katholische Jugendarbeit in Stammheim 50 Jahre alt. Wenn man zurückblickt kann man kann getrost davon ausgehen,
dass 1962 Gemeindemitglieder die Jugendarbeit nicht mehr katholisch genug fanden, und dass 1972 mancher Erwachsene die Erfahrungen seiner Jugendarbeit in dieser “Jugend” nicht mehr fand,
1980 sah man den Untergang kommen als gemischte Zeltlager eingeführt wurden und 1992 waren die Mitgliederzahlen auf einem Tiefstand.
Zuwas also jammern, die KJG Stammheim hat seit mindestens 30 Jahren ein Niveau (wenn manchmal auch mühsam) gehalten, um das uns viele andere beneiden. Es gab und gibt immer wieder junge Leute die mitgeholfen haben den Karren vorwärts zu bringen. Wenn die Randbedingungen stimmen, die Gemeinde bereit ist den Jugendverband KJG in der momentanen Selbständigkeit leben zu lassen, ihm Freiräume schaffen und erhalten, den Verantwortlichen den Rücken stärken, sich weiterhin junge Leute finden die den Mut haben Verantwortung zu übernehmen und Zeit zu opfern, wird es weiter gehen. Jugendarbeit sieht dann zwar nicht so aus wie vor 30 Jahren, aber das tut auch die übrige Gemeindearbeit nicht.

Am 8.Juni 2002 feiert die Stammheimer Kirchengemeinde 50 Jahre Jugendarbeit, davon sind etwas 40 Jahre Verbandsarbeit in der KjG. Seit nun einigen Jahren ist die KjG Stammheim mit rund 220 Mitgliedern die größte KjG in der Diozöse.

Zu den Feierlichkeiten waren rund 200 ehemalige Gruppenleiter und Funktionsträger geladen, darüber hinaus natürlich alle aktiven KjGler, alle Gemeindemitglieder, und viele mehr. In drei Teilen ging das Fest über die Bühne: Kaffee und Kuchen im Rundzelt, parallel ein Spiel der Kinder und Jugendlichen, anschließend dem Festgottesdienst und einer großen Party mit Buffet und Diskjockey.

www.kjg-stammheim.com – Die Homepage der KjG-Stammheim ist jetzt online.

Glück im Unglück: Als das Aquarium im Clubraum wegen eines Sprungs im Boden den kompletten Clubraum flutet, können vier Fische, die zappelnd im trockenen Aquarium liege, noch gerettet werden.

Walter Pelters ist tot. Nach langem Kampf unterliegt er dem Krebs.

„Die Jugendarbeit war Dein Ein und Alles, die Jugend Deine Familie, die KjG Dein zu Hause, die Gemeindearbeit Dein Leben, der Glaube Dein Rückhalt.“ – Oliver Zisler, Nachruf Walter Pelters, Mäh 129

In der gleichen Woche, in der Walter gestorben war, trifft uns der nächste Schlag: Harry Reiber, große Persönlichkeit der Gemeindearbeit ist ebenso geschieden.

Außerdem: Der Chor wirbt mit dem Projekt “Best of Musicals” neue Sänger und Sängerinnen an und die UGS, die älteste, bis heute existierende Jugendgruppe der KjG-Stammheim feiert im Jahr 2004 ihren 25. Geburtstag. Am 11.4.2004 weiht die Gemeinde nach dem Gottesdienst den neuen Kirchplatz ein.

2005 feiern wir schon wieder ein Jubiläum. Als Versuch betitelt ging vor 25 Jahren die damals noch namenlose erste Ausgabe der KjG-Zeitung “Mäh” in Druck. 25 Jahre und 132 Ausgaben später ist aus diesem Versuch ein wichtiges Informationsorgan der Jugend geworden. Der erste Freizeitenartikel handelte damals vom ersten Sommer-Zeltlager, an dem Mädchen und Jungen gemeinsam teilhaben durften und gegen wie viel Widerstand der Beschluss angehen musste.

Abgebrannt Party – 30 Jahre Clubraum!
Rückblick: Samstag, 30.04.1977
Nach Überlieferungen von Augenzeugen brannte der Clubraum komplett nieder. Ein Kabelbrand verursachte zum Glück nur Sachschaden. Bereits im September ’77 konnte der Clubraum wieder eröffnet werden. 30 Jahre später ist das ein Grund zum Feiern.

Pfarrer Gerhard Gunzenhauser feiert 2007 seinen letzten Gottesdienst mit der Stammheimer Gemeinde und geht nach mehr als 36 Jahren in den verdienten Ruhestand. Mit 70 Ministranten, 9 Pfarrern, 3 Chören und vielen freiwilligen Helfern wird ein fantastischer Gottesdienst mit anschließendem Stehempfang veranstaltet. Die Jugendarbeit der Gemeinde hat ihm viel zu verdanken und lag ihm stets am Herzen.

Ein Highlight: Im Mai findet die 72-Stunden-Aktion statt. An der Sozialaktion des BDKJ Deutschland beteiligen sich 7 Bundesländer, 14 Diözesen und rund 100.000 Kinder und Jugendliche. Die KjG-Stammheim ist auch dabei und baut mit zahlreichen Partnern und Unterstützern Spielplatzgeräte auf der Stammheimer Jugendfarm.

Mit einigen Jahren Unterbrechung findet 2010 wieder eine Jugendfreizeit statt.

Was früher einmal der JAM (JET am Mittwoch) war, wird nun zum Offenen Clubraum. Jeden Mittwochabend tummeln sich Alt und Jung im Clubraum.

Jubiläum – 60 Jahre KjG Stammheim! Und das wurde natürlich gebührend gefeiert. Luftballons fielen von der Kirchendecke, Leckereien im Rundzelt, die Präsentation unseres KjG Films, ein buntes Programm unserer Jugendgruppen und dem Jugendchor, sowie eine vorangegangen Jubiläumsparty machten den Tag für uns unvergesslich.

Auch in den erst kürzlich vergangenen Jahren unserer Jugendarbeit liegen erfolgreiche Aktionen hinter uns. 2013 nehmen wir erneut bei der 72-Stunden-Aktion des BDKJ teil und erbauen ein Baumhaus für unseren Gut-Hirten-Kindergarten, sowie einen Barfußpfad für die Kita im Nobileweg.

Die Jugendfreizeit hat sich im Terminkalender wieder fest etabliert und der Brombachsee sich als toller Zeltplatz erwiesen. Die Skifreizeit 2014/15 war nach wenigen Tagen ausgebucht. Unsere Sommerfreizeiten waren auch wieder Erfolge, auch wenn die schwindenden Teilnehmerzahlen uns hier Sorgen bereiten.

In Stammheim gibt es deutlich weniger Kinder und Jugendliche. Das bekommen auch wir zu spüren. Die Anzahl der Kommunionskinder hat längst nicht mehr das Niveau wie vor 10 Jahren, folglich schlägt sich das auch auf unsere Gruppenstunden nieder. Dadurch fehlen uns zu guter Letzt die Kinder auf den Aktionen und vor allem auf unseren Freizeiten.

Doch dagegen wollen wir angehen. Denn aus solchen Problemstellungen können Lösungen entwachsen, man kann neue Wege gehen. Auch die Jugendleiterrunde erkennt dies und möchte offensiver werden in der Bewerbung der Freizeiten über Stammheim hinaus. Eine neue Homepage und neue Werbemittel, mit denen wir mit Schulen, Vereinen und anderen Organisationen in Kontakt treten wollen, sollen helfen die Teilnehmerzahlen wieder zu erhöhen.

Darauf soll in den kommenden Jahren das Hauptaugenmerk liegen, denn nach wie vor sind die Sommerfreizeiten Highlight und Aushängeschild unserer Jugendarbeit.

Wir blicken nun gespannt auf die kommenden Jahre und freuen uns auf weitere schöne Erlebnisse.

Es ist der 4. Mai 2016 und wir Eröffnen unsere Terrasse. Was daran neu ist? Die Terrasse! Mehrere Monate lang haben wir uns regelmäßig die Hände schmutzig gemacht, um jetzt eine Terrasse mit neuen Bänken, mehr Platz (für z.B. Biertischgarnituren, wenn mal viel los ist) und Fahrradständern für bis zu 6 Fahrräder vor unseren Jugendräumen zu haben. Optisch gibt sie außerdem wesentlich mehr her, als vor dem Umbau (hoffentlich bleibt das auch noch lange so!).

Unser Zeltlager hat dieses Jahr im Vergleich zu den letzten Jahren so manche Änderungen erfahren. Abgesehen davon, dass wir den Termin auf die ersten beiden Ferienwochen der Sommerferien verlegt haben (und den der Kindersommerfreizeit auf die erste Woche) sind wir nach vielen Jahren Zelten auf dem Fürstenberg umgezogen. Seit diesem Jahr findet das Zeltlager in Elchingen, wenige Kilometer vom Härtsfeldhof entfernt, statt. Dadurch sind nun wieder Besuche zwischen den beiden Freizeiten möglich, was wir dieses Jahr dann auch schon in Angriff genommen haben. Dazu mussten im übrigen 6 Tonnen Holz umgelagert werden. Da wir nun auf einer Wiese des Bauern, von dem wir auf der Kiso schon seit Jahren unsere Milch holen, zelten, und dort kein fließendes Wasser haben, wurden wir hier vor eine Herausforderung gestellt. Das Problem lösten wir mit mehreren 1000l-Tanks, biologisch abbaubarer Seife, sowie ein wenig Ausnutzung der Schwerkraft, denn dadurch, dass wir die Wassertanks auf unsere Container stellen konnten, war keine Pumpe notwendig. Stromleitungen wurden durch ein paar mehr Petrofunzeln, Gaskühlschränke und eine Solarzelle ersetzt. Die letzte – aber sehr erfreuliche – Hürde war die Anzahl an Teilnehmern. Diese schoss geradezu explosionsartig auf gigantische 51 Teilnehmer nach oben, einer Zahl die seit vielen Jahren nicht mehr auf dem Zeltlager vertreten war. Wer hätte gedacht, dass wir in solcher Kürze eher Mangel an Leitern, als an Teilnehmern bekommen würden?

Nicht nur an der Anzahl an Zela-Teilnehmern wird uns unser überregionales Werbungsprojekt vor Augen geführt. Auch bei den 1-Tages-Aktionen der Kinder- und Jugendstufe können wir einen schlagartigen Zuwachs beobachten. So wundert sich inzwischen Niemand mehr über 40 Teilnehmer an unserer Halloweenparty oder Nikolausdisko.

Insgesamt war das Jahr 2016 für die KjG äußerst erfolgreich und natürlich hoffen wir, unsere Teilnehmerzahlen zu behalten und, dass sie sich vielleicht hier und da noch ein wenig erhöhen.